27.10.2015 08:31 Alter: 277 days

Ein Geschenk für die Gemeinde und das Erzbistum Köln

Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen gründen einen neuen Konvent in Bonn-Duisdorf


Pfarrer Jörg Harth (rechts) und Domkapitular Dr. Markus Hofmann hießen die drei Waldbreitbacher Franziskanerinnen herzlich in Bonn-Duisdorf willkommen. Foto: Heribert Frieling

 

Bonn-Duisdorf. Heutzutage eine Kloster-Neugründung feiern zu dürfen, das ist schon etwas ganz Besonderes. Und so war denn Ende Oktober die Freude in der Pfarrgemeinde St. Rochus und Augustinus in Bonn-Duisdorf mit Händen zu greifen, als Pfarrer Jörg Harth und Domkapitular Dr. Markus Hofmann die drei Waldbreitbacher Franziskanerinnen willkommen hießen, die „das Leben und den Glauben mit uns teilen wollen“, wie es Jörg Harth im Gottesdienst formulierte. Schwester M. Elia Glock, Schwester M. Fidelis Mettler und Schwester Clara-Maria Schmitt, die Ende August in die Alte Kaplanei am Kirchplatz 4 eingezogen sind, seien für die Gemeinde und das Erzbistum Köln ein Geschenk. Denn Zeugnisse christlichen Lebens seien in einer zunehmend säkularen Welt ganz besonders wertvoll.

Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar, für die die Gründung des neuen Konventes in Bonn auch eine Premiere war, ging in ihrer kurzen Ansprache auf das Sendungsverständnis der Gemeinschaft ein. Gott sende die Schwestern aus, die frohe Botschaft unter den Menschen sichtbar und spürbar werden zu lassen; und das insbesondere bei Menschen am Rande der Gesellschaft. Menschen, die materielle oder zunehmend auch seelische Not leiden und deshalb Hilfe benötigen, gibt es in wachsender Zahl. Ihnen nahe zu sein und beizustehen, das wird Aufgabe der drei Schwestern sein.

Schwester M. Elia Glock, Schwester M. Fidelis Mettler und Schwester Clara-Maria Schmitt arbeiten in der Pfarreiengemeinschaft Alfter mit, engagieren sich in der Schülerhilfe oder der Flüchtlingsarbeit und arbeiten in der Seelsorge mit. Aber sie sind, wie sie selbst betonen, noch ein Stück in der Findungsphase. Der Besuchsdienst für ältere Menschen liegt ihnen dabei ebenso am Herzen wie die Arbeit im sozialen Brennpunkt Medinghoven, wo die katholische Kirche momentan zu wenig präsent ist. Aber auch die Menschen in Duisdorf werden sicherlich den einen oder anderen Wunsch haben, wie sich die Schwestern in das Gemeindeleben einbringen können.

Der Start ist gemacht, die Schwestern sind von den Menschen mit offenen Armen empfangen worden und freuen sich auf den gemeinsamen Weg mit ihnen, so Schwester Edith-Maria.


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