27.02.2015

Überzeugt, dass „das Erbe Mutter Rosas weiter getragen wird“

Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen haben ihren Konvent in Merxheim aufgelöst

Im Rahmen einer Eucharistiefeier wurden am ersten Fastensonntag Schwester M. Wendelina Beyer (Mitte) und Schwester M. Elisabeth Ludwig (2. von links) feierlich aus Merxheim verabschiedet. Unser Bild zeigt die beiden zusammen mit Generalvikarin Schwester Gerlinde-Maria Gard (rechts), Konventsoberin Schwester M. Marlene Eichhorn und Dechant Günter Hardt. Foto: Heribert Frieling

Merxheim. Sie waren immer nah an den Menschen und haben sich selbst immer verstanden als gläubige Menschen, die mit anderen gläubigen Menschen (das Gesangbuch spielte dabei keine Rolle) gemeinsam auf dem Weg sind. Der Respekt und die große Wertschätzung, die die Waldbreitbacher Franziskanerinnen in Merxheim genießen, wurzelt sicher in dieser natürlichen Bescheidenheit und Menschlichkeit, so Dechant Günter Hardt in seiner Predigt. Am ersten Fastensonntag nahm die Gemeinde Merxheim – an der Nahe im Landkreis Bad Kreuznach gelegen – Abschied „von unseren Waldbreitbacher Schwestern“, wie es auf dem Liedzettel hieß. Und dieser Abschied fiel nicht nur Schwester M. Wendelina Beyer und Schwester M. Elisabeth Ludwig, die zusammen mit der im Vorjahr verstorbenen Schwester M. Ottilie Kreber dort jahrzehntelang gelebt und gewirkt haben, sichtlich schwer. – Schwester M. Wendelina Beyer ist zwischenzeitlich in den Konvent in Neustadt an der Weinstraße gezogen, Schwester M. Elisabeth Ludwig ins Mutter-Rosa-Altenzentrum nach Trier.

Mehr als 100 Jahre waren Waldbreitbacher Franziskanerinnen in Merxheim tätig, haben in Kindergarten und Sozialstation gearbeitet und sich auf vielfältige Weise auch in das gesellschaftliche Leben der kleinen Gemeinde eingebracht. Merxheim, so Generalvikarin Schwester Gerlinde-Maria Gard in ihrer kurzen Ansprache, habe für die Gemeinschaft immer einen besonderen Stellenwert gehabt; und so sei sie sich auch sicher, dass Mutter Rosa heute hier tätig sein würde. Nur: Die personellen Ressourcen des Ordens lassen ein weiteres Engagement in Merxheim nicht mehr zu. Trotzdem ist Schwester Gerlinde-Maria überzeugt, dass „der Samen auf guten Boden gefallen ist“ und in Merxheim „das Erbe Mutter Rosas weiter getragen wird.“

Die Gemeinde will das ihrige dazu tun, dass dies gelingen kann. Den Kontakt will man auf alle Fälle halten. Und so stehen die Einladung und natürlich auch schon das Programm für den ersten Besuch von Schwester M. Wendelina und Schwester M. Elisabeth im Spätsommer.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch