30.04.2015

Ordensgemeinschaften sind „ein Schatz des Bistums“

Ordensgemeinschaften des Bistums Trier zeigten anlässlich der Heilig-Rock-Tage in einer Ausstellung im Kreuzgang des Trierer Doms ihr vielfältiges Engagement

Schwester Ute-Maria Glatz im Gespräch mit anderen Ordensschwestern und interessierten Besuchern. FOTO: Anja Loudovici

Trier. „Haben Sie das auch getragen?“, wird Schwester Ute-Maria Glatz von einem Besucher gefragt, der ein altes Bild betrachtet, welches eine Waldbreitbacher Franziskanerin zeigt, die in einem Habit aus den 1960er Jahren mit einem Motorrad in Brasilien unterwegs ist. Dieses Bild war Teil einer Ausstellung im Kreuzgang des Trierer Doms zum Thema „Gerufen – Berufen – Gesandt“. Anlässlich der Heilig-Rock-Tage Ende April und im Rahmen des Jahres der Orden, welches Papst Franziskus für 2015 ausgerufen hat, waren die Ordensgemeinschaften des Bistums Trier aufgefordert, ihre Gemeinschaft in Bildern vorzustellen. Zahlreiche Orden waren dem Aufruf gefolgt und stellten ihre Berufung, ihre Geschichte, ihre Aufgaben und ihre Gemeinschaft der Öffentlichkeit vor. So zeigten auch die Waldbreitbacher Franziskanerinnen ihr vielfältiges Engagement zum Beispiel ihre Mission in Brasilien. Während der Ausstellung konnten interessierte Besucher mit den Ordensleuten ins Gespräch kommen, denn es waren immer Ordensschwestern und -brüder anwesend. „Da kamen die unterschiedlichsten Fragen“, erzählt Schwester Ute-Maria. Nicht nur nach dem Habit, sondern auch nach der Ordensgründerin, nach Mitschwestern oder zum Ordensleben.

Zum Tag der Orden am 23. April waren 420 Ordensfrauen und -männer waren gekommen, um sich einmal „in großer Gemeinschaft“, wie es eine Ordensschwester beschrieb, auszutauschen, und legten so Zeugnis ab, dass die Ordenslandschaft im Bistum Trier sehr vielfältig ist. Der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn, ehemaliger Weihbischof des Bistums Trier und Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz, rief in seinem Vortrag „Das Ordensleben – ein Geschenk für die Kirche“ die Ordensleute dazu auf, trotz der rückläufigen Nachwuchszahlen in den Gemeinschaften ihre Berufung „mit Leidenschaft zu leben“. Dass dies im Bistum getan wird, zeigten nicht nur die Ausstellung, sondern auch die zahlreichen Erfahrungsberichte der Ordensleute während der Heilig-Rock-Tage. So seien Ordensleute „ein Schatz des Bistums“, betonte Bischof Dr. Stephan Ackermann im Pontifikalamt, mit dem der Ordenstag seinen Abschluss fand.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch