25.06.2015

Gekommen, um Mutter Rosa die Ehre zu geben

Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen feierten den Gedenktag ihrer Gründerin, der seligen Mutter Rosa Flesch

Beim Hochamt zum Gedenktag der seligen Rosa Flesch segnete Richard Baus, der Rektor der Gemeinschaft, gemeinsam mit seinen Konze-lebranten und Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar den Sarkophag der Ordensgründerin.

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Waldbreitbach. Gott sei die Lichtquelle in ihrem Leben gewesen, „und wir sind heute eingeladen, durch Mutter Rosa zu lernen, wie sehr Gottes Licht auch unser Leben zu wandeln vermag“. Mit diesen Worten stimmte Schwester Edith-Maria Magar, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Mitte Juni die Besucher des Klosterberges auf den Gedenktag der seligen Mutter Rosa Flesch ein. Seit 2008, dem Jahr der Seligsprechung der Ordensgründerin, feiern die Schwestern jährlich am 19. Juni den Gedenktag Mutter Rosas. Dieses Jahr begann die Feier bereits am Vorabend mit einem stimmungsvollen Abendlob in der Mutterhauskirche, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Marienhaus Unternehmensgruppe im Marienhaus Chor musikalisch mitgestalteten.  „Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, um gemeinsam mit uns Mutter Rosa die Ehre zu geben“, hieß Schwester Edith-Maria alle Besucher des Abendlobs willkommen.

Mutter Rosa die Ehre geben, das wollten auch die Besucher des Hochamtes am Morgen des eigentlichen Gedenktags. Unter ihnen waren nicht nur die Niederländischen Schwestern, die sich zum Festtag der Ordensgründerin mit ihrer Oberin Schwester M. Irmgard Schmitt eigens auf den Weg nach Waldbreitbach gemacht hatten. Auch 34 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) St. Mauritius aus Mühlheim-Kärlich waren zu Gast. Sie kamen gemeinsam mit ihrem Pfarrer Michael Rams, Dechant im Dekanat Andernach-Bassenheim. Er hielt an diesem Tag als Konzelebrant die Predigt und brachte in eingängigen Worten den Gottesdienstbesuchern das Leben der Ordensfrau näher, die seine Kindheit wesentlich prägte. Denn Rams ist auf dem Waldbreitbacher Klosterberg aufgewachsen – sein Vater arbeitete für die Gemeinschaft im Mutterhaus. Während seines Studiums betete er oft am Sarkophag der Ordensgründerin um ihren Beistand. „Ohne Mutter Rosa“, bekannte er, „stünde ich heute nicht hier“.

Gemeinsam mit den anderen Gottesdienstbesuchern konnten die Gäste im Anschluss an das Hochamt ebenso wie nach dem Abendlob am Tag zuvor bei einem Umtrunk miteinander ins Gespräch kommen. Um den Besuchern aus Mühlheim-Kärlich die Selige genauer vorzustellen, führte Schwester Edith-Maria sie zu zentralen Orten der Gemeinschaft, wie den Fenstersteinen, in die Mutter-Rosa-Ausstellung im Haus St. Klara oder zur Kreuzkapelle an der Wied. Seinen feierlichen Abschluss fand der Gedenktag dann am Abend mit einer Vesper in der Mutterhauskirche.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch