18.01.2016

„Wir wurden herzlich willkommen geheißen“

Zwei Schülerinnen des Bonner Aloisiuskollegs lebten vier Tage bei den Waldbreitbacher Franziskanerinnen mit

Franziska Gilles (links) und Jennifer Haunhorst überprüfen in der Klosterbuchhandlung, ob alle bestellten Bücher geliefert wurden.

Schwester M. Edelgardis Hennes freut sich, dass Jennifer Haunhorst einige Tage im Kloster verbringt. Fotos: Andrea Schulze

Waldbreitbach. „Uns reizte vor allem, dass wir hier zusammen mit den Schwestern leben und arbeiten können“, berichten Franziska Gilles und Jennifer Haunhorst. Als Schülerinnen der Jahrgangstufe 11 des Bonner Aloisiuskollegs, eines von Jesuiten geführten Gymnasiums, hatten sie die Möglichkeit, Mitte Januar einige Tage in einem Kloster zu verbringen. Die beiden 16-Jährigen entschieden sich für die Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Vier Tage wohnten sie in zwei unterschiedlichen Konventen. Jennifer Haunhorst lebte bei Schwester Jutta Maria Musker und Schwester M. Laurentine Schomisch im Haus Emmaus und arbeitete unter anderem im Refektor, dem Speisesaal der Ordensschwestern im Mutterhaus. Zusammen mit Schwester M. Edelgardis Hennes deckte sie die Tische und bereitete Salate für das Mittagessen zu. Franziska Gilles war im Haus Nazaret untergebracht bei Schwester Gerlinde-Maria Gard und Schwester M. Alwine Schneider und unterstützte die Mitarbeiterinnen des Klosterladens.

„Wir wurden herzlich willkommen geheißen und fühlten uns unter den Schwestern sehr wohl“, so die jungen Frauen. Zusammen mit den Schwestern nahmen sie an den Gebetszeiten teil und trafen sich zu den gemeinsamen Mahlzeiten. Franziska Gilles und Jennifer Haunhorst lernten in den vier Tagen auch die Geschichte der Waldbreitbacher Franziskanerinnen kennen. Die Schwestern zeigten ihnen den Klosterberg, das Mutterhaus, die Gedenkstätte im Fockenbachtal und die Kreuzkapelle – Orte, die eine Verbindung zur Stifterin der Gemeinschaft, der seligen Rosa Flesch, haben.

Vieles war neu für die jungen Frauen, die zuvor noch nie ein Kloster besucht hatten. Ein wenig erstaunt waren sie darüber, dass die meisten Schwestern schon sehr alt sind. Gleichwohl spürten sie, wie sehr sich diese über ihren Besuch freuten, und nicht zuletzt deshalb gefiel ihnen der Aufenthalt im Kloster richtig gut.

 

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch