21.03.2016

Angerührt von der Liebe Gottes

Schwester Marina Buding feierte am Stiftungsfest der Waldbreitbacher Franziskanerinnen ihre Ewige Profess

Als Zeichen der Verbundenheit mit Gott steckt die Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar Schwester Marina Buding (links) den Trauring an den Finger. Schwester Michaele Rohde bringt das Waldbreitbacher Kreuz, das Schwester Marina als Symbol der Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft erhält. Foto: Andrea Schulze

Waldbreitbach. Das Stiftungsfest, an dem sich die Waldbreitbacher Franziskanerinnen an die Gründung ihrer Gemeinschaft am 13. März 1863 erinnern, wird für Schwester Marina Buding Zeit ihres Lebens eine weiterhin große Bedeutung haben. An diesem Tag nämlich feierte sie in der Mutterhauskirche ihre Ewige Profess und band sich damit für immer an die Ordensgemeinschaft. Vor der Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar versprach sie die Gelübde der Armut, des Gehorsams und der ehelosen Keuschheit. Schwester Edith-Maria steckte Schwester Marina als Zeichen für das Bündnis mit Gott den Trauring an, überreichte ihr das große Wald-breitbacher Kreuz als Symbol der Zugehörigkeit zur Ordensgemein-schaft und eine Kerze als Sinnbild für Christus als Licht der Welt.

 

Schwester Marina hat sich die Entscheidung für das Leben in der Gemeinschaft nicht leicht gemacht. 2002 kam die gelernte Bäckerin und Konditorin das erste Mal auf den Waldbreitbacher Klosterberg und fühlte sich von diesem Ort angezogen. 2002 bis 2005 setzte sie mit der Kandidatur und dem Postulat die ersten Schritte auf dem Weg ins Ordensleben, entschied sich dann aber, zunächst die Ausbildung zur Altenpflegerin zu absolvieren. Im Februar 2008 begann sie erneut die Kandidatur, absolvierte ihr Postulat und trat am Ostermontag 2009 ins Noviziat ein. Nach zwei Jahren als Novizin feierte sie 2011 ihre Erste Profess und band sich für drei Jahre an die Gemeinschaft. Am Stiftungsfest 2014 erneuerte sie ihr Versprechen noch einmal für zwei Jahre, um sich jetzt für immer an die Ordensgemeinschaft zu binden.

 

In den Jahren als Novizin und als sogenannte Juniorratsschwester durchlief sie die Ordensausbildung und befasste sich intensiv mit Themen wie ihrer Beziehung zu Gott, dem Leben in Gemeinschaft und der Solidarität mit Menschen in Not. „Die Ausbildung unserer Schwestern verläuft nach einem strukturierten Ausbildungsplan für jede Ausbildungsphase“, so Schwester Edith-Maria. Die angehenden Franziskanerinnen vertiefen in dieser Zeit ihr spirituelles Leben in Gemeinschaft und setzen sich intensiv damit auseinander, was es bedeutet, in Armut, Gehorsam und eheloser Keuschheit zu leben. Als Schwester Marina vor dem Altar ihre Gelübde versprach, wusste sie genau, auf was sie sich einließ. „Ich habe gespürt, dass meine Entscheidung aus tiefstem Herzen kommt. Ja, ich will in dieser Gemeinschaft leben bis zu meinem Tod“, sagt sie.

 

Schwester Marina habe erfahren, was geschieht, wenn sie mit offenem Herzen durchs Leben geht. Sie sei angerührt worden von der Liebe Gottes und gebe heute ihre Antwort darauf, so Schwester Michaele Rohde in ihrer Predigt. Die für die Ordensaubildung Verantwortliche wünschte ihrer jungen Mitschwester, dass sie die Herausforderungen des Alltags stets in der Liebe Gottes bewältigt und dass sie den Zuspruch Gottes immer erfahren möge, wohin sie auch geht.

 

Die nächsten Schritte führen Schwester Marina im April ins Margaretha-Flesch-Haus in Hausen. Hier wird sie im begleitenden Dienst für die Bewohner tätig sein und zusammen mit Schwester M. Jakobia Kreischer die alten Ordensschwestern betreuen. Schwester Marina freut sich auf diese Aufgabe: „Ich arbeite gerne mit alten Menschen, und meine betagten Mitschwestern liegen mir sehr am Herzen.“

 

Weitere Bilder von der Feier der Ewigen Profess finden Sie in der Bildergalerie.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch