22.06.2016

Die Voraussetzung geschaffen, dass das Mutterhaus mindestens noch einmal 150 Jahre bewohnt werden kann

Feierliche Schlüsselübergabe nach Abschluss der Sanierungsarbeiten des Mutterhauses der Waldbreitbacher Franziskanerinnen

Freuen sich über die erfolgreiche Sanierung des Mutterhauses: Architekt Klaus Zimmer, Jürgen Triem, der Bau- und Projektleiter, Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar, Generalvikarin Schwester Gerlinde-Maria Gard, Schwester M. Nikodema Hinkelmann, die Oberin des Mutterhauses, und der Kaufmännische Leiter Otmar Reinhold (von links). Foto: Andrea Schulze

Waldbreitbach. „Das ist ein Moment, auf den wir alle sehnsüchtig gewartet haben“, so Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar, als sie Mitte Juni den symbolischen Schlüssel aus den Händen des Architekten Klaus Zimmer entgegennahm. Denn damit ist die Sanierung des Mutterhauses der Waldbreitbacher Franziskanerinnen nach insgesamt drei Jahren Planungs- und Bauzeit endgültig abgeschlossen. Und das Warten und die Unannehmlichkeiten – die Bauarbeiten wurden nämlich bei laufendem Betrieb durchgeführt – hätten sich mehr als gelohnt, so Schwester Edith-Maria: Die Lebens- und Wohnqualität habe sich für die 30 vornehmlich älteren Ordensschwestern im Mutterhaus erheblich verbessert. Das war ein Grund für die Renovierung und den Umbau des 150 Jahre alten Gebäudes. Ein weiterer Grund betraf den Brandschutz. Das Mutterhaus entsprach nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben.

In zwei Bauabschnitten sind 30 großzügig geschnittene Zimmer für die Schwestern entstanden. Jedes dieser Zimmer verfügt jetzt über ein barrierefreies Bad. „Meine Mitschwestern freuen sich sehr darüber“, so Schwester Edith-Maria. Jeder Wohnbereich hat einen großen Gemeinschaftsraum und eine eigene Verteilerküche. Auf der Pflegestation gibt es zudem einen modernen Schwestern-Arbeitsplatz.

Aus dem ehemaligen Schulungszimmer im Erdgeschoss ist nach dem Umbau ein großzügiger heller Tagungsraum geworden, der mit modernster Technik ausgestattet ist. Zusätzlich gibt es hier drei weitere Besprechungsräume. Das gesamte Haus wirkt nach Abschluss der Bauarbeiten hell, freundlich und einladend.

In der dritten Etage haben die Schwestern im geistlichen Zentrum sechs Gästezimmer eingerichtet für Menschen, die Einkehr halten oder Exerzitien machen wollen und die Begleitung durch die Schwestern wünschen. Ein großer Meditationsraum, dessen Fenster rundum einen Blick in die Natur gewähren, und zwei Gruppenräume gehören ebenfalls zum geistlichen Zentrum.

Dieses historische denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren, sei eine besondere Herausforderung gewesen, die richtig Spaß gemacht habe, so der Architekt. Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen haben 4,5 Millionen Euro in die Baumaßnahme investiert, „und sie haben damit die Voraussetzung geschaffen, dass das Mutterhaus mindestens noch einmal 150 Jahre bewohnt werden kann“, so Klaus Zimmer.

 
Hier geht es zu den Bildergalerien Schlüsselübergabe und Führung durch das Mutterhaus.

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Mutter Rosa Flesch