28.06.2016

„Beim ‚NachtLeben‘ berühren sich Himmel und Erde“

Wie auch schon die vergangenen Jahre führte Schwester M. Therese Nolte beim „NachtLeben“ interessierte Teilnehmer auf eine kleine Wanderung rund um die Burgruine Ehrenstein.

Bei Gesprächskreisen fragten sich die Teilnehmer des „NachtLebens“, wo sie sich selbst im Gleichnis vom verlorenen Schaf sehen.

Im Abschluss-Gottesdienst brachte Pfarrer Lothar Anhalt das Thema des Abends mit den Worten auf den Punkt „Für Gott fährt der Zug nie ab“. Fotos: Franziska Sprenger

Neustadt/Wied. „Hallo, wollt ihr euch heute auch wieder etwas Gutes tun?“, begrüßten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig vor der Klosterkirche. Wie schon in den letzten fünf Jahren, kamen dieses Jahr am letzten Freitag im Juni rund 90 Frauen und Männer zum „NachtLeben“ in Kloster Ehrenstein zusammen. Regelmäßig veranstalten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen diesen besonderen Abend in Zusammenarbeit mit den Hausener Franziskanerbrüdern. Gemeinsam laden sie die Teilnehmer ein, einmal abzuschalten, um dem eigenen Glauben nachzuspüren. „Wir freuen uns, wenn wir beim ‚NachtLeben‘ mit den Menschen ins Gespräch kommen“, so Schwester Jutta Maria Musker von der Ordensleitung. Das Motto lautete dieses Jahr „Barmherzigkeit – eine Herzenssache“, passend zum Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus für 2016 ausgerufen hat.

So begleitete das Gleichnis vom verlorenen Schaf die Frauen und Männer durch den Abend: Also die Botschaft Jesu, dass er sich auf die Suche nach jedem macht, der sich verirrt hat, auch wider jede Vernunft. So fragten die Teilnehmer sich bei den Gesprächskreisen, wo sie sich selbst in der Geschichte sehen. Andere setzten das Thema kreativ in Bastelarbeiten oder Malerei um, gingen bei der Mediation in der Klosterkirche oder bei einer Wanderung um die Burgruine in sich oder nutzten die Gelegenheit, sich mit den Assoziierten Mitgliedern der Franziskanerinnen der Bibelstelle im Tanz zu nähern.

„Beim ‚NachtLeben‘ berühren sich Himmel und Erde, das Kloster ist einfach ein ganz friedlicher Ort“, erklärte ein Teilnehmer, warum er schon zum wiederholten Male beim „NachtLeben“ dabei war. Dass es ein besonders stimmungsvoller Abend wurde, dazu trug auch der Marienhaus Chor bei, der zum Abschluss den Gottesdienst musikalisch mitgestaltete. Hier brachte Pfarrer Lothar Anhalt das Thema des Abends mit den Worten auf den Punkt „Für Gott fährt der Zug nie ab“. Er betonte, wie bedingungslos Gottes Barmherzigkeit ist, und verabschiedete die Teilnehmer mit dem Wunsch, dass das Bewusstsein dieser Liebe auch noch nach dem „NachtLeben“ in ihnen weiterwirkt.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch