27.06.2017

Es ist ein ganz besonderer Ort, der die Seele berührt

Zum 6. Mal veranstalteten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen zusammen mit den Hausener Franziskanerbrüdern NachtLeben in Kloster Ehrenstein

Kloster Ehrenstein. „Kloster Ehrenstein ist für mich ein Sehnsuchtsort“, so Kläre Oligschläger. „Seit ich das erste Mal zu Wanderexerzitien hier war, zieht es mich immer wieder hierher.“ Und deshalb ist die Küsterin eigens aus Solingen angereist, um am NachtLeben in Kloster Ehrenstein teilzunehmen. Rund 90 Frauen und Männer waren Ende Juni zu der Veranstaltung gekommen, zu der die Waldbreitbacher Franziskanerinnen und die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz aus Hausen nun schon zum 6. Mal alle Menschen einluden, die Sehnsucht haben, einmal inne zu halten und Gott wieder ein Stück näher zu kommen. Dazu gab es zahlreiche Angebote, wie Gesprächskreise, kreatives Gestalten, Wandern mit spirituellen Impulsen, stille Zeit in der Kirche und meditatives Tanzen zu religiösen Gesängen im Kapitelsaal. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst mit Pastor Lothar Anhalt in der Klosterkirche. Das gesamte Programm stand in diesem Jahr unter dem Thema Der Friede sei mit Euch.

Gerade die heutige Weltlage mache deutlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. An vielen Orten auf der Erde herrsche Krieg, Zerstörung und Vertreibung, so Schwester M. Therese Nolte, die in Kloster Ehrenstein lebt. Sie wanderte mit Teilnehmern des NachtLebens in die Natur rund um die Burgruine und das Kloster Ehrenstein und gab ihnen spirituelle Impulse mit auf den Weg. „Das hier ist ein von Frieden erfüllter Ort“, sagte sie. „Es ist ein Ort, an dem seit rund 500 Jahren kontinuierlich gebetet wird.“ Vielleicht ist es das, was in Kloster Ehrenstein spürbar wird, denn für die meisten Besucher ist es ein ganz besonderer Ort, der die Seele berührt. Und deshalb kommen viele auch schon zum wiederholten Mal zum NachtLeben.
  

Bilder zum NachtLeben in Kloster Ehrenstein finden Sie in der Bildergalerie.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch