Gedanken von Richard Baus zum Palmsonntag, 20.3.2016

Palmsonntag 2016      Lk 19, 28-40

Am Palmsonntag zu Beginn der Karwoche spielt eine Eselin eine in der Tat „tragende Rolle“:
Auf ihr reitet nämlich der Herr in seine Stadt Jerusalem ein. Wohlgemerkt auf einer kleinen Eselin, einem einfachen Lasttier und nicht auf einem Reitpferd.

Wie sprechend das doch ist! Auf einem Esel zieht man nicht in den Krieg.
Mit einem Esel gewinnt man keine Schlachten. Ein Esel ist nicht spektakulär. Aber er ist für viele so wichtig. Denn auf einem Esel transportiert man Lasten, bringt man die Ernte nach Hause, schleppt man Wasser aufs Feld.
Ein Esel ist alltäglich - aber er dient dem Leben.

So wie diese Eselin Jesus nach Jerusalem bringt, so soll die Kirche den Herrn zu den Menschen bringen:

Nicht auf dem hohen Ross, sondern auf Augenhöhe.
Nicht mit Pomp und großem Getöse, sondern in Demut und Schlichtheit.
Nicht hochwürdig, sondern liebenswürdig.
Nicht um zu herrschen, sondern allein, um zu dienen.

Den Herrn zu den Menschen zu tragen, den Heiland, den Erlöser und Freund. Einen Herren, dem man sich nicht zujubelt aus Angst und Furcht, sondern aus Liebe und Freude, weil er eine gute Nachricht bringt - und Frieden.

Diesen König zu den Menschen zu tragen, das war, wie gesagt, damals der Dienst einer Eselin. Und heute ist das der Dienst einer Kirche.
Es ist unser Dienst.

Ehrliche Frage:
Was „transportieren“ wir von Jesus in unseren Alltag, in usere Welt hinein?
Was erfahren die Menschen von Jesus, wenn sie uns begegnen?

 

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch