Mutter Rosa Skulptur im Trierer Dom

 

Die Skulptur der seligen Mutter M. Rosa steht jetzt im Trierer Dom

Während im Ostchor des Trierer Domes die drei Gründerbischöfe zu sehen sind, schmücken nun Plastiken der drei jüngsten Seligen des Bistums den Westchor des Gotteshauses. Der Trierer Dom habe damit „eine wunderbare geistige Achse bekommen“, freute sich Bischof Dr. Stephan Ackermann.  Am zweiten Fastensonntag 2015 wurden die drei lebensgroßen Statuen dieser drei herausragenden Ordensleute, die die jüngsten Seligen des Bistums sind, im Rahmen einer Vesper feierlich eingesegnet.

Blandine Merten, Peter Friedhofen und Rosa Flesch zeigten, so Bischof Ackermann in seiner Ansprache, dass „Heiligkeit auch heute in unserer Heimat möglich ist“. Die drei Ordensleute, so unterschiedliche Persönlichkeiten sie auch gewesen sein mögen, verbinde, dass für sie die Gegenwart Gottes real und sehr konkret gewesen sei. Diese Wirklichkeit sei in ihr Leben als Auftrag geradezu geflutet. Für Mutter Rosa etwa habe dieser Auftrag in der Zuwendung zu den Armen bestanden. Gottes Auftrag zu erkennen und anzunehmen, so wie es die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen (und auf ihre je eigene Weise natürlich auch Blandine Merten und Peter Friedhofen) getan hat, das mache Christsein aus, so der Bischof. Und dieser Auftrag führe mitten in die Welt hinein.

Die lebensgroßen Plastiken sind von namhaften Künstlerinnen gestaltet worden, die zu einem Gestaltungswettbewerb eingeladen waren und dabei die Jury mit ihren Entwürfen überzeugen konnten. Die Skulptur Mutter Rosas stammt von Professorin Elisabeth Wagner, die an der Muthesius Hochschule in Kiel Freie Kunst unterrichtet. Mutter Rosa steht barfüßig auf blankem Boden, aufrecht und gerade – eine Frau mit Rückgrat. Ihr Kleid ist aus Wellpappe. Indem Margaretha das Kleid der Ärmsten der Armen trägt, ist sie solidarisch mit dem Herrn und mit denen, die er liebt.

Margaretha hält ein kleines Klostergebäude in ihren Händen, ein Geschenk und Auftrag des Herrn an sie. Ebenso kostbar wie zerbrechlich. Der Riss, der durch das Gebäude geht, ist unübersehbar. Ihr Gesichtsausdruck verrät, dass sie in sich gekehrt ist und betet. Ob sie ahnt, was mit ihr und der Gemeinschaft geschehen und wie man ihr übel mitspielen wird? Aber sie steht fest und bleibt treu in der Nachfolge Christi, leidend und liebend im Willen Gottes. – So zeigt sie allen Besuchern des Trierer Domes nun, dass Heiligkeit in jedem einzelnen Leben möglich ist, auch wenn dieses auf viele harte Proben gestellt wird.
  

Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar - Gedanken zur Skulptur

Weitere Bilder finden Sie in der Bildergalerie.

 

 

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch