Bewahrung der Schöpfung

Auf dem Waldbreitbacher Klosterberg haben die Ordenschwestern der Gemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskannerinnen mit ihrem Projekt Bewahrung der Schöpfung ein kleines Paradies geschaffen. Bis in die 1970er Jahre hinein waren die Ordensschwester Selbstversorgerinnen, so dass zum Erbe der Ordensgründerin, der seligen Rosa Flesch, auch ausgedehnte Streuobstwiesen und Nutzgärten gehören. Ziel des Projektes Bewahrung der Schöpfung ist eine schöpferische und geschwisterliche Begegnung mit der Natur – im Sinne des hl. Franziskus. Der Schöpfungspfad führt über den gesamten Klosterberg und verbindet alle Teile des Projektes. So kann man an den verschiedenen Klostergärten vorbeiwandern, den Streuobstwiesen mit dem Feuchtbiotop, der Trockenmauer und dem Geologiepfad, der auf Informationstafeln die Gesteinsarten der Region erklärt. Auf dem Schöpfungspfad soll die Natur für alle Sinne begreifbar und erlebbar sein. Es gibt Orte zum Ausruhen und Nachdenken, Beobachtungsorte, aber auch Plätze, die extra für heimische Tiere und Pflanzen geschaffen wurden. 

Unsere Gärten

Der Bibelgarten eröffnet einen neuen, ungewohnten Weg zu den biblischen Texten. Besucher können mit allen Sinnen die biblische Pflanzenwelt erleben. In den Kräutergärten werden nach klösterlicher Tradition Heil- und Küchenkräuter, Gemüse und Blumen angepflanzt. Hier finden sich Heilpflanzen, die bereits im Capitulare de Villis Karls des Großen, im Lorscher Arzneibuch, bei Hildegard von Bingen sowie bei Hortulus von der Reichenau erwähnt wurden. Auch unsere Ordensgründerin hat bereits als Kind Heilkräuter gesammelt, um damit für den Unterhalt ihrer Familie zu sorgen. Später pflanzte sie für Kranke auf dem Klosterberg Kräuter an.

Die Symbol- und Sinnespflanzen in unserem Duft- und Topfgarten erfreuen mit ihrer Schönheit und ihrem Duft. Bei der Anlage des vielfältigen Naturgartens wurde auf die Erhaltung alter Kulturpflanzen geachtet. Er ist ein Beispiel für den geschwisterlichen Umgang mit der Schöpfung. Hier begegnet der Besucher einer großen Vielfalt von Schmetterlingen, Vögeln und Amphibien. Besondere Nistplätze sind ganz auf die artgerechten Bedürfnisse von Insekten ausgerichtet.

Die Streuobstwiesen

Früher gab es in jedem Ort Streuobstwiesen. Mit den Streuobstwiesen möchten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen die Tradition der Obstwiesen wiederbeleben und alte Kulturpflanzen, wie es die Obstbäume sind, für die Nachwelt erhalten. Aus den zahlreichen Apfelbäumen der Obstwiese wird jährlich der klostereigene Apfelsaft gepreßt. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Projekt Bewahrung der Schöpfung zu Gute.



Auf Nachfrage führen wir Sie gern durch unsere Klostergärten. Reservierungen sind telefonisch unter 02638 813030 möglich.

Unsere Gärten sind barrierefrei und behindertengerecht.


Kontakt:
Kordula Honnef, Gärtnerin

Büro Bewahrung der Schöpfung
Franziskusweg 1
56588 Waldbreitbach

Tel: 02638 81-4220
Fax: 02638 81-4221

E-Mail: K.Honnef<at>wf-ev.de


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