28.02.2019

Neue Regionalleitung für Brasilien ernannt

Die neue Regionalleitung der Waldbreitbacher Franziskanerinnen mit Regionaloberin Schwester Maria Adelma Rodrigues Dias (Mitte), der Regionalvikarin Schwester Lúcia Maria de Fátima Teixeira Verde (links) und Regionalrätin Schwester Gabriele-Maria Schmidt. Die Drei wurden von Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar für drei Jahre ernannt.

Bacabal. Neue Regionaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen in Brasilien ist Schwester Maria Adelma Rodrigues Dias. Als Regionalvikarin steht ihr Schwester Lúcia Maria de Fátima Teixeira Verde zur Seite. Schwester Gabriele-Maria Schmidt nimmt die Aufgaben der Regionalrätin wahr. Die Drei wurden im Rahmen des Regionalkapitels, das vom 24. bis 30. Januar in Bacabal tagte, von Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar für drei Jahre ernannt. Als Regionaloberin gehört Schwester Maria Adelma auch dem Beirat der Gemeinschaft an.

Das Regionalkapitel – es war das 17., seit die Waldbreitbacher Franziskanerinnen im Jahre 1958 nach Brasilien kamen – stand unter dem Motto Gemeinschaftlich für die Schöpfung sorgen – mit Verantwortung für das Klima handeln. Eine Grundlage für die Diskussion bildete dabei die Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus. Der geißelt darin die zunehmende Ausbeutung des Planeten und stellt dies in den Zusammenhang mit der Ungerechtigkeit in der Welt. Für ihn gehören die ökologischen und die sozialen Probleme, also der Einsatz für die Umwelt und für die Armen untrennbar zusammen. – In Zeiten, in denen der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro an die wirtschaftliche Ausbeutung des Amazonas-Regenwaldes denkt, hätte das Motto des Regionalkapitels aktueller kaum sein können.

Beim Regionalkapitel ging es aber natürlich auch um das vielfältige und segensreiche Engagement der Gemeinschaft, die aktuell in Brasilien zehn Schwestern zählt. So berichteten die Schwestern über die pastorale Arbeit, die sie leisten, oder über das Kinderprojekt Madre Rosa. Hier werden derzeit etwa 450 Kinder und Jugendliche aus armen Familien betreut. Sie werden bei den Hausaufgaben unterstützt und bekommen Angebote für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. So wollen die Schwestern und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verhindern, dass die Kinder und Jugendlichen womöglich auf die schiefe Bahn geraten.

So gibt es dort beispielsweise auch ein Orchester. Dieses, genauer gesagt eine Abordnung von zehn Musikerinnen und Musikern, hat Schwester Edith-Maria spontan nach Deutschland eingeladen. Die jungen Leute werden Ende November nach Waldbreitbach kommen und dort auch beim alljährlichen Missionsbasar spielen. Dessen Reinerlös kommt seit vielen Jahren (genau) dem Kinderprojekt Madre Rosa zugute.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch