01.04.2019

„Ich habe hier emanzipierte Frauen und ganz wunderbare Gesprächspartnerinnen kennengelernt“

Ina Busch findet auf dem Waldbreitbacher Klosterberg Ruhe und Geborgenheit

Ina Busch findet auf dem Waldbreitbacher Klosterberg Ruhe und Geborgenheit. Foto: Ina Busch

Köln/Waldbreitbach (as). Es war das Thema ihrer Abschlussarbeit, das Ina Busch im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf den Waldbreitbacher Klosterberg führte. „Im meiner Arbeit ging es unter anderem um den Heiligen Geist“, sagt die junge Frau, die in Köln lebt. Bei der Beschäftigung mit dem Thema sei sie an einen Punkt gekommen, an dem ihr klar wurde, dass sie einige Tage in einem Kloster verbringen wollte, bei Menschen, die ihr vielleicht etwas über das Wirken des Heiligen Geistes und ihre Erfahrungen damit erzählen können. Dass sie diese Menschen ausgerechnet bei den Waldbreitbacher Franziskanerinnen gefunden hat, das hat die junge Frau einer Freundin zu verdanken. Diese kennt die Ordensgemeinschaft, denn eine ihrer Verwandten gehörte ihr an. Auch wenn Ina Busch nicht getauft ist und sie sich auch als nicht religiös beschreibt, so passten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen und der Klosterberg zu ihr, das habe sie bereits bei ihrem ersten Aufenthalt gespürt. Die Zeit in der Schwesterngruppe im Haus Nazaret habe ihr so gutgetan, dass sie Anfang März über Karneval schon zum dritten Mal einige Tage auf dem Klosterberg verbrachte.

Bei ihrem ersten Aufenthalt habe sie ganz ordentlich mit ihren Vorurteilen aufräumen müssen. „Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie Ordensfrauen leben, und viele meiner Vorstellungen habe ich ganz schnell über Bord geworfen“, sagt die Diplomatentochter, die in Guatemala und Peru aufgewachsen ist. „Ich habe hier emanzipierte Frauen und ganz wunderbare Gesprächspartnerinnen kennengelernt.“ Damit habe sie nicht unbedingt gerechnet.

Sie ist beeindruckt vom gemeinschaftlichen Leben der Schwestern. Der Umgang miteinander sei ausgesprochen wertschätzend und die Eigenheiten jeder einzelnen Schwester würden akzeptiert. Und auch sie sei sehr warmherzig von der Gemeinschaft aufgenommen worden, „obwohl ich kein Geheimnis daraus gemacht habe, dass ich nicht an Gott glaube“, sagt sie. „Ich kann hier so sein, wie ich bin.“

Während ihrer Aufenthalte ist es ihr immer wichtig, sich in die Gemeinschaft einzufügen und mit den Schwestern zu leben. Sie hat sich mit dem heiligen Franziskus, der heiligen Clara und der Ordensgründerin, der seligen Mutter Rosa Flesch beschäftigt. Auch die Teilnahme an den Gebetszeiten der Schwestern in der Kapelle des Hauses Nazaret und an den Gottesdiensten in der Mutterhauskirche gehören für sie dazu. „Das gemeinsame Sprechen der Gebete und das Singen wirkt auf mich sehr beruhigend. Mir tut die Atmosphäre gut, sie hat etwas Meditatives“, so Ina Busch. „Hier finde ich Ruhe und Geborgenheit.“ Deshalb ziehe es sie immer mal wieder auf den Waldbreitbacher Klosterberg.

Und für ihre Abschlussarbeit im vergangen Jahr hat sie bei den Schwestern offensichtlich auch die richtigen Impulse erhalten. „Meine Arbeit wurde mit einem Preis ausgezeichnet“, freut sie sich.

Alles tun aus Liebe zu Gott, für Gott, mit Gott, um zu Gott zu gelangen.

Mutter Rosa Flesch