HORIZONT

3 Trier (as). Als im Mai 2008 die Ordensgrün- derinMutter Rosa Flesch in Trier seliggespro- chen wurde, war das Haus Franziskus in der Trierer Christophstraße für uns von der Un- ternehmenskommunikation die wichtigste Anlaufstelle. In der von denWaldbreitbacher Franziskanerinnen seit 1989 betriebenen ge- nerationenübergreifenden Begegnungsstätte hatten wir unsere Zelte aufgeschlagen, hier wurden wir liebevoll umsorgt und beköstigt von Schwester M. Antonie Hamm und Schwester Ute-Maria Glatz. Die beidenWald- breitbacher Franziskanerinnen lebten und arbeiteten damals im Haus Franziskus und unterstützten uns ganz selbstverständlich in diesen Tagen, damit wir ungestört unsere Ar- beit machen konnten. Nach der Schließung des Hauses Franziskus Mitte 2015 wurden Schwester Antonie und Schwester Ute-Maria nach 26 Jahren Tätigkeit in der Begegnungsstätte in das St. Franziskus Alten- und Pflegeheim Dillingen versetzt. Schwester Ute-Maria arbeitete dort vier Jahre im sozialen Betreuungsdienst und unterstütz- te die Seelsorge. Seit 2019 sind die beiden Franziskanerinnen zurück in Trier und leben imMutter-Rosa-Altenzentrum. Trotz ihrer 77 Jahre hat Schwester Ute-Maria wieder zahl- reiche neue Aufgabe übernommen. „Warum soll ich in den Ruhestand gehen, wenn ich gesund bin und es mir gut geht?“, fragt sie. Schwester Ute-Maria stammt aus Eppelborn im Saarland. 1962 ist sie bei den Waldbreit- bacher Franziskanerinnen eingetreten. Als Heilpädagogin hat sie immer mit Kindern gearbeitet; zuerst imKindergarten, nach ihrer Profess in Kinderheimen. Sie war in den Häu- sern in Neuwied und Quierschied. Als die Einrichtung geschlossen wurde, zog sie in das Heilpädagogische ZentrumHaus Mutter Rosa inWadgassen. „Hier war viel Aufbauarbeit zu leisten“, erinnert sie sich. Pionierarbeit leiste- te sie dann ein zweites Mal, als sie nach 27 Jahren nach Trier ins Haus Franziskus versetzt wurde. Zusammen mit Schwester Antonie und Franz-Josef Euteneuer baute sie die ge- nerationenübergreifende Begegnungsstätte auf. „Ich war von der ersten Stunde mit dabei“, strahlt sie. Die Arbeit habe ihr viel Freude gemacht. Im Mutter-Rosa-Altenzentrum tut sie heute alles, damit „es ihre Mitschwestern schön ha- ben“, sagt sie. Sie sorgt für kleine Aufmerk- samkeiten, wenn sie Namenstag oder Ge- burtstag haben, oder in der Gemeinschaft zum Beispiel das Stiftungsfest gefeiert wird. Sie hilft, wo sie gebraucht wird, unterstützt die Mitarbeiterinnen im Service, begleitet Schwestern zum Arzt und kümmert sich um Schwester Antonie, die gerade 91 Jahre alt geworden ist. Darüber hinaus ist Schwester Ute-Maria ehrenamtlich tätig und engagiert sich in der Pfarrei des Trierer Doms als Lek- torin und im Besucherdienst. Sie schätzt es, Schwester Ute-Maria Glatz lebt und arbeitet imMutter-Rosa-Altenzentrum Trier „Es macht mir einfach Freude, für andere da zu sein“ Gerne hilft Schwester Ute-Maria Glatz im Service des Mutter-Rosa-Altenzentrums … Fotos: hf

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