horizont

4 „Wir haben einen Schatz erhalten, den wir weiterentwickeln wollen“ Hermeskeil (as). Das fröhlicheLachender sieben jungen Ordensfrauen ist im ganzen Kloster zu hören. SeitAnfangApril leben sie zusammenmit ihrenbeidenBegleiterinnen, SchwesterM. Elvira Reuberger vondenAmstetter Franziskanerinnen und Schwester M. Franziska Dieterle von der Kongregationder St. FranziskusschwesternVier- zehnheiligen, imFranziskanerinnenklosterHer- meskeil. Die vier Novizinnen, – darunter auch Schwester Simone-MariaFengler vondenWald- breitbacher Franziskanerinnen – zwei Postulan- tinnen und eine Junioratsschwester aus fünf franziskanischen Konventen aus Deutschland und Österreich verbringen acht Wochen ihrer Ordensausbildung gemeinsam. „Vor zweieinhalb Jahrenwurde zumerstenMal ein interfranziska- nisches Noviziat durchgeführt“, so Schwester Elvira. Das war ein Modellprojekt der INFAG, der interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft, der alle Gemeinschaften der franziskanisch-kla- rianischen Familie im deutschen Sprachraum angehören. Das Experiment war ausgesprochen erfolgreich, die jungenSchwesternwarendamals sehr begeistert. Das gilt für Deutschland, aber auch für die USA, die Niederlande und Brasilien, wo eben- falls Waldbreitbacher Franziskanerinnen leben und arbeiten. Wobei Brasilien in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit erfahren hat. Allein sieben Mal ist sie in ihrer Amtszeit in Brasilien gewesen. Gemeinsam habe man es gottlob geschafft, die dortige Region wieder zu befrieden. Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen pro- bieren neue Leitungsformate aus. (Inge Dom- mershausen ist seit einem guten halben Jahr Koordinatorin und Stellvertreterin der Oberin des Mutterhauskonventes). Zwei assoziierte Mitglieder haben sich auf Lebenszeit an die Ordensgemeinschaft gebunden. Organisato- risch und finanziell hat die Ordensleitung, un- terstützt von internenwie externen Fachleuten, ihre Hausaufgaben gemacht. Die Gemein- schaft hat mit der Aufnahme von Flüchtlingen und ihrem Einsatz für schutzsuchende Men- schen neue Erfahrungen gesammelt. Das Mut- terhaus ist renoviert und saniert, das markante weiße Haus auf demWaldbreitbacher Kloster- berg abgerissen worden. – Die Liste ließe sich sicherlich fortsetzen; dennwie hat es Schwester Edith-Maria formuliert: „UnsereGemeinschaft ist zwar kleiner geworden, sie ist aber nach wie vor auch sehr lebendig“. Die Gemeinschaft hat im November 2015 Flüchtlingen ihre Türen geöffnet und ihnen geholfen, in Deutsch- land Fuß zu fassen. Foto: Archiv Vier Novizinnen, zwei Postulantinnen und eine Junioratsschwester aus fünf Gemeinschaften nahmen am interfranziskanischen Noviziat im Franziskanerinnenkloster Hermeskeil teil

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