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6 spielsweise lernen, wie die Küchengeräte ver- wendet werden und was sie beachten müssen, um die Produkte unter hygienischen Bedin- gungen herzustellen“, so Schwester Adelma. Zusätzlich übten sie die Vermarktung ihrer Kuchen. Manche Frauen waren so ängstlich und unsicher, dass sie zunächst sogar Schwie- rigkeiten hatten, vor anderen Menschen zu sprechen und ihre Waren anzubieten. „Mit ihnen haben wir intensiv gearbeitet, damit sie nach Abschluss des Kurses mit ihren Produk- ten auf dem Markt erfolgreich sind“, sagt Schwester Adelma. Die Frauen hätten sich in dem sechsmonatigen Kurs toll entwickelt, viel gelernt und ihr Selbst- bewusstsein sei gestärkt worden, so Schwester Adelma. Zum Abschluss des Kurses im April erhielt jede der Frauen ein Diplom. „Darauf sind sie ganz besonders stolz“, sagt Schwester Gabriele-Maria. Die Absolventinnen seien glücklich und sehr dankbar, dass sie an dem Kurs teilnehmen konnten, denn keine von ih- nen hätte ihn selbst finanzieren können. Schon jetzt zeigen sich erste Erfolge: „Die Ku- chen, die sie backen, lassen sich gut verkaufen und werden nachgefragt“, beobachtet Schwes- ter Adelma. Es spricht sich herum, dass sie leckere und schön dekorierte Torten backen. Einige der Frauen produzieren inzwischen auf Bestellung und liefern Kuchen für besondere Anlässe. „Sie alle können so Geld verdienen und damit die Situation ihrer Familien und insbesondere ihrer Kinder verbessern“, freut sich Schwester Gabriele-Maria. Die Wurzeln der Trägerschaft kennengelernt Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen luden beimMitarbeiterfest zu Führungen durch das Mutterhaus und den Klostergarten ein Waldbreitbach (as). AlsMitte September 1.200 Mitarbeiterinnen undMitarbeiter zumMitar- beiterfest auf denWaldbreitbacher Klosterberg kamen, war bei vielen von ihnen die Neugier groß, etwas über dieWurzeln der Trägerschaft zu erfahren. Deshalb führten dieWaldbreitba- cher Franziskanerinnen an diesem Tag zahl- reiche Gruppen durch das Mutterhaus, die Mutterhauskirche und die Dauerausstellung. Sie informierten die Besucher über die Lebens- geschichte Mutter Rosas, zeigen ihnen den Sarkophag, in dem Mutter Rosa bestattet ist, und ließen sie einen Blick in das Zimmer wer- fen, in dem die Gründerin der Gemeinschaft vor mehr als 100 Jahren verstarb. An diesen Orten konnten die Mitarbeiter erspüren, was für eine außergewöhnliche Frau Mutter Rosa war, die den Grundstein für die Marienhaus Unternehmensgruppe gelegt hat und vor zehn Jahren seliggesprochen wurde. Ebenfalls interessant für vieleMitarbeiter waren die Führungen durch den Klostergarten und den Schöpfungspfad. „Die Ordensschwestern habenmit ihremProjekt Bewahrung der Schöp- fung ein kleines Paradies auf demWaldbreitba- cher Klosterberg geschaffen“, so die Gärtnerin Kordula Honnef. Ziel des Projektes ist eine res- pektvolle und geschwisterliche Begegnung mit der Natur – ganz im Sinne des hl. Franziskus undMutter Rosas. Dass der sorgsame Umgang mit derNatur heute immerwichtiger wird, schil- derte Kordula Honnef am Beispiel der Streu- obstwiesen, auf denen 40 verschiedene alte Ap- felsortenwachsen, die heute fast inVergessenheit geraten sind. DieWaldbreitbacher Franziskane- rinnen schützen diese natürlichen Biotope auf dem Klosterberg und erhalten sie. Und das ist nicht nur für die immer weniger werdenden Insekten gut. Treffpunkt für die Klosterführungen war der Fensterstein. Foto: al
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