horizont

6 Sie hatte ein Herz, das die Welt umspannte St. Wendel. Am 4. Mai gedachte die Ordensge- meinschaft mit einem Pontifikalamt im Forum Antoniuskirche der Seligsprechung ihrer Stifte- rin vor genau zehn Jahren. Aber nicht nur die Waldbreitbacher Franziskanerinnen, auch viele der vormals ordenseigenen Einrichtungen nah- men die SeligsprechungMutter Rosas zumAn- lass, an diese glaubensstarke undmutige Frau zu erinnern, die auch in der heutigen Zeit für viele Menschen Vorbild sein kann und ohne die es (das sei nüchtern festgestellt) die Marienhaus Unternehmensgruppe schlicht nicht gäbe. DasMarienkrankenhaus in St.Wendel beispiels- weise –Mutter Rosa hat dieNiederlassung in St. Wendel selbst gegründet –würdigte dieOrdens- gründerin gleichmitmehrerenVeranstaltungen. Das begann mit einem Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Remigius in Bliesen Ende April, ging weiter mit einemTaizé-Abendlob vor dem Hospiz Emmaus Anfang September und fand seinenAbschluss mit einemweiteren ökumeni- die 15. Niederlassung, die dieWaldbreitbacher Franziskanerinnen in den letzten sechs Jahren aufgrund chronischen Nachwuchsmangels aufgeben müssen. Schwester M. Assumpta Lauer und Schwester M. Immaculata Loth, die in den letzten zwölf Jahren in Kaisersesch ge- lebt und gearbeitet haben, sind in das Mutter- haus der Ordensgemeinschaft auf demWald- breitbacher Klosterberg zurückgekehrt. Dass es Mitarbeiter, Bewohner und vieleMen- schen im Ort traurig und wehmütig stimmt, wenn eine so lange gemeinsame Geschichte nach 115 Jahren zu Ende geht, das ist mensch- lich und nachvollziehbar. Aber, so betonte Schwester Edith-Maria, die Sendung der Ge- meinschaft „lebt in den Herzen vieler Men- schen fort und hat für immer einen Platz in der Geschichte“. Diesen Gedanken griff auch Schwester Marianne Meyer auf. Die stellver- tretende Vorsitzende des Vorstandes der Ma- rienhaus Stiftung ist mehr als zuversichtlich, dass das Erbe Mutter Rosas auch in Zukunft imSeniorenzentrumSt. Josef wahrgenommen werden kann. Denn in der Einrichtung gibt es zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter, die sich den Waldbreitbacher Franziskanerinnen verbun- den fühlen und dazu beitragen werden, „dass die Bewohner und Gäste spüren, dass das Se- niorenzentrum St. Josef ein christliches Haus ist“. Und dabei, so Schwester Marianne, werde der Träger sie nach Kräften unterstützen. Sr. M. Assumpta Lauer (Mitte) und Sr. M. Immaculata Loth (3. v.r.) waren die letzten Waldbreitbacher Franziskanerinnen in Kaisersesch. General- oberin Sr. Edith-Maria Magar (2. v.r.) und Sr. Marianne vom Vorstand der Marienhaus Stiftung (3. v.l.) zeigten sich zuversichtlich, dass die Sendung der Gemeinschaft trotz der Aufhebung des Konventes in den Herzen vieler Menschen fortlebt. Foto: hf Das Taizé-Abendlob vor dem Hospiz Emmaus. Foto: red

RkJQdWJsaXNoZXIy MzUyNzc=