Marienhaus

5 Zu Besuch: die Präsidenten der christlichen Wohlfahrtsverbände Neuwied. Mitte März besuchten die Präsi- denten der Diakonie Deutschland und des Deutschen Caritasverbandes, Ulrich Lilie und Dr. Peter Neher, das Marienhaus Kli- nikum St. Elisabeth in Neuwied. Im Rah- men ihrer gemeinsamen sogenannten Öku- menischen Visiten wollen sich die beiden ein konkretes Bild vom Arbeitsalltag in den Einrichtungen und Diensten von Caritas und Diakonie machen. Dabei geht es ihnen Ulrich Lilie, Schwester Edith-Maria Magar, Dr. Peter Neher und Dr. Heinz-Jürgen Scheid (von links). Foto: hf nicht zuletzt auch darum zu erfahren, wel- che Werte die Arbeit in christlichen Ein- richtungen prägen. Den Auftakt ihres Be- suches bildete ein Arbeitsessen mit Schwester Edith-Maria Magar, der General- oberin der Waldbreitbacher Franziskane- rinnen und langjährigen Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes, und Dr. Heinz-Jürgen Scheid, dem Vorsitzenden des Vorstandes der Marienhaus Stiftung. begegnete. Sie wollte damals gerne wieder in ihren Beruf einsteigen, und er wusste, dass die Schwestern jemanden suchten, der ihnen im Haushalt hilft. Die Arbeit habe sie gerne übernommen. Als sich 2012 die vier Schwestern – damals lebte Schwester M. Josephine Stocker noch – entschieden, in die Seniorenresidenz der St. Joseph-Schwestern in St. Paul zu ziehen, war klar, dass Patti auch dort ihre Versor- gung übernehmen würde. Denn in den USA stellt ein Altenheim lediglich das Zimmer und die Verpflegung zur Verfügung. Um al- les andere wie Arztbesuche und die korrekte Einnahme der Medikamente müssen sich die Bewohner selbst oder ihre Angehörigen kümmern. Das übernimmt Patti für sie. Zu- sätzlich wäscht sie ihre Wäsche, reinigt die Zimmer und hilft ihnen bei der Körperpfle- ge. „Ich bin ihre Vertraute und immer für sie da“, sagt sie. Einmal wöchentlich unternimmt sie mit den Schwestern einen Ausflug und erfüllt ihnen ihre Wünsche. Sie geht sie mit ihnen ins Kino, ins Café, in den Zoo oder sie besucht mit ihnen ihre Mitschwestern in Shakopee. „Ich habe zu ihnen ein Verhältnis wie zu meinen eigenen Eltern“, sagt Patti. Und das beruht auf Gegenseitigkeit: Als die Schwes- tern ins Altenheim zogen, wurden sie von den Mitbewohnern gefragt, in welchem Ver- hältnis sie zu Patricia stehen. Und da hätten sie allen erzählt: „Sie ist unsere Tochter, die wir im wahren Leben nie hatten“, so Patti.

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