horizont

4 „Hier kann ich vielen Menschen etwas von meinem Glauben weitergeben“ Neustadt/Wied (as). Mehrmals täglich erhält Schwester M. Therese Nolte Anrufe vonMen- schen, die eine geistliche Begleitung wün- schen oder Zeit im Kloster Ehrenstein ver- bringen möchten. „Sehr viele sind auf der Suche nach Sinn und Spiritualität in ihrem Leben“, sagt die Waldbreitbacher Franziska- nerin. „Deshalb wenden sie sich ganz gezielt an Klöster, weil sie sich dort Hilfe erhoffen“, so ihre Erfahrung. Anfang 2010 haben die Marienhaus GmbH und die Waldbreitbacher Franziskanerinnen die über 500 Jahre alte Klosteranlage in einem kleinen abgeschiedenen Tal in der Nähe von Neustadt/Wied übernommen und zu einem geistlich-spirituellen Zentrum und Tagungs- haus umgebaut. Damit haben sie einen Ort geschaffen, an dem suchende Menschen Ruhe und Besinnung finden können. SchwesterThe- rese ist von Anfang an mit dabei. Zuvor war die examinierte Krankenschwester als Oberin im Marienhaus Klinikum Hetzelstift in Neu- stadt an derWeinstraße tätig. Sie hat eine Aus- bildung zur Exerzitienbegleiterin und geistli- chen Begleiterin absolviert. Jetzt leitet sie das Haus, organisiert den Tagungsbetrieb, ist An- sprechpartnerin für die zahlreichen Gruppen und Einzelgäste, die ins Haus kommen, und bietet eigene Veranstaltungen an. „Kloster Ehrenstein hat für vieleMenschen eine ganz besondere Anziehungskraft“, ist ihre Er- fahrung. Sie genießen die besondere klösterliche Atmosphäre. „Die Zimmer sind einfach, es gibt kein Fernsehen, einen eher schlechten Handy- empfang und wenig, das ablenkt. Das hilft vie- len, zu sich selbst zu finden“, sagt sie. Dennoch, ergänzt sie schmunzelnd, inzwischen gebe es WLAN in Kloster Ehrenstein. Ohne WLAN gehe es nicht mehr, und diemeistenGäste frag- ten direkt bei der Ankunft danach. Darüber hinaus bietet Schwester Therese Oa- sentage und verschiedene Arten von Exerziti- en an. „Das Kloster ist ideal dafür“, ist sie über- zeugt. Am Klostergebäude endet die Straße. „Wir hören hier die Vögel zwitschern und das Rauschen des Baches“, sagt sie. Die idyllische Landschaft lade ein zum Wandern und Spa- zierengehen. SchwesterTherese bietetWander- exerzitien an, die regelmäßig ausgebucht sind. Aber auch kontemplative Exerzitien, die vor allemgeprägt sind durch Stille undMeditation, werden stark nachgefragt. Die Oasentage seien für viele Frauen oftmals der erste Kontakt zu Kloster Ehrenstein. Die Teilnehmerinnen spürten, dass ihnen diese eintägigen Einkehrtage mit geistlichen Impul- sen, Bibelarbeit, gemeinsamemGespräch und Zeiten der Stille guttun. Häufig meldeten sie sich anschließend zumehrtägigen Besinnungs- tagen oder Exerzitien an. ZahlreicheMenschen begleitet SchwesterThe- rese zudem auf ihrem geistlichen Weg. Der Bedarf sei sehr groß, es gebe viele Menschen, die sich geistliche Unterstützung von Ordens- leuten wünschen, so ihre Erfahrung. Schwester M. Therese Nolte leitet das geistlich-spirituelle Zentrum und Tagungshaus Kloster Ehrenstein Im geistlichen Zentrum und Tagungshaus Kloster Ehrenstein heißt Schwester M. Therese Nolte Men- schen willkommen, die auf der Suche nach Sinn und Spiritualität in ihrem Leben sind. Foto: as

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