horizont
5 an –warenwieder nach Ehrenstein gekommen, um einen Abend lang „ihre Seele aufzutanken“. Wie immer standen den Teilnehmern dazu unterschiedliche Wege offen, dieses Jahr je- weils ausgerichtet auf die Bewahrung der Schöpfung als Ausdruck des Glaubens: Ruhig werden bei einer Andacht in der Klosterkirche; sich bei einer kleinen Wanderung oder beim mediativen Tanz in Gemeinschaft bewegen; die eigenen Kreativität beimBasteln oder Ma- len entdecken; begleitet von Klangschalen- Tönen achtsam werden; oder auch schweigen in einer Zeit der Stille. Das kompakte Kräuter- seminar von Kordula Honnef griff dasThema auch ganz praxisnah auf: Die Gärtnerin der Ordensfrauen erläuterte, wie sich Natur und Klima durch „Selbermachen“ zumBeispiel von Haarshampoo schonen lassen. In einem spirituellen Impuls betonte Bruder RomanMaria Bauer vomGeneralrat der Hau- sener Brüder, dass der hl. Franziskus die Welt als Spiegel und Gefäß Gottes gesehen habe, unmittelbar verbundenmit demAuftrag, die- se zu achten und zu schützen. Die Erde bringe uns hervor, sie trage und ernähre uns, griff auch Pastor Lothar Anhalt den Gedanken im abschließenden Gottesdienst auf: „Die Erde ist so auch Nahrungsquelle für unser Glau- bensleben“. „Fridays for Future“ auf franziskanisch Beim NachtLeben in Kloster Ehrenstein stand die Bewahrung der Schöpfung imMittelpunkt Ehrenstein (fs). „Als wir das Thema für den heutigen Abend festlegten, kannten wir Gre- ta Thunberg in Deutschland noch nicht“, be- tonte Schwester M. Therese Nolte. Wie viel Franz von Assisi und die junge Klimaschutz- Aktivistin aus Schweden gemeinsam haben – obwohl die beiden über 800 Jahre Geschich- te trennt – wurde Ende Juni beimNachtLeben imKloster in vielfältiger Weise deutlich. Denn die Waldbreitbacher Franziskanerinnen hat- ten für das NachtLeben in Kloster Ehrenstein einen zentralen Ausschnitt des franziskani- schen Sonnengesangs als Überschrift gewählt: „Herr, sei gelobt durch Mutter Erde“. Das NachtLeben (es findet traditionellerweise frei- tags statt) sei also auch ein „Friday for Future“, analog zuThunbergs weltweiter Klimaschutz- Bewegung, so Schwester Edith-Maria, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franzis- kanerinnen. Seit acht Jahren bieten die Franziskanerinnen gemeinsammit den Franziskanerbrüdern vom Hl. Kreuz in Hausen das NachtLeben an. Es soll den Menschen Gelegenheit geben, Gott wieder etwas mehr Platz im eigenen Leben einzuräumen. Dass die Ordensleute damit ei- nen Nerv getroffen haben, zeigen die konstant hohen Teilnehmerzahlen: Rund 120 Frauen und Männer – viele aus der näheren Umge- bung, einige reisten aber auch von weiter her Thematisch besonders passend war das kompakte Kräuterseminar von Kordula Honnef, der Gärtnerin der Ordensfrauen, in dem sie darauf ein- ging, wie sich Natur und Klima durch „Selbermachen“ schonen lassen. Das NachtLeben sei dieses Jahr ein „Friday for Future“, so Schwester Edith-Maria, die Generaloberin derWald- breitbacher Franziskanerinnen. Fotos: fs
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