HORIZONT

6 „Es ist einfach ein schönes Miteinander“ Waldbreitbach (as). „Uns ist es einfach wich- tig, unsere Buchhaltung und unsere Verwal- tung in denHänden vonMenschen zu wissen, die etwas vomOrdensleben verstehen“, betont PaterMichael Baumbach von denMissionaren von der heiligen Familie Betzdorf und Vor- standsvorsitzender des Solidarwerks der katholischenOrdenDeutschlands e.V. Früher habe sich die Ordensgemeinschaft Hilfe bei einem Steuerberater geholt, „dort fühlten wir uns aber nicht gut aufgehoben. Es fehlte das Verständnis für die Besonderheiten einer Ordensgemeinschaft“, erinnert sich Pater Baumbach. Genau das hören Sabine Holl und ihre Kolle- ginnen immer wieder von Ordensleuten, die Hilfe brauchen bei der Verwaltung ihrer Finanzen. Viele Gemeinschaften haben keinen Nachwuchs mehr, ihreMitglieder werden älter und sie suchen deshalb externe Unterstützung, so die Kaufmännische Direktorin des Wald- breitbacher Franziskanerinnen e.V. und Lei- terin des Rechnungswesens der Marienhaus Stiftung. Schon vor Jahren sei die damalige Generaloberin SchwesterM. Basina Kloos von Oberinnen befreundeter Gemeinschaften angesprochenworden, ob sie jemanden kenne, der ihnen bei der Buchhaltung und der Ver- waltung helfen könne, sagt Sabine Holl. Und so kam die Abteilung für Rechnungs- wesen ins Spiel, die damals schon für die Waldbreitbacher Franziskanerinnen arbei- tete. Die erste fremde Ordensgemeinschaft, deren Finanzverwaltung sie übernahm, waren die Franziskanerinnen von der Barm- herzigkeit in Ahrweiler. Die Ordensgemein- schaft, die ihre Wurzeln in Luxemburg hat, ist Träger des Seniorenzentrums St. Anna in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Die Franziskane- rinnen suchten damals Unterstützung bei der Buchhaltung für ihre drei deutschen Kon- vente und des Seniorenzentrums“, so Sabine Holl. Die Schwestern betreuen sie und ihr Team noch heute, mit dem Seniorenzentrum hat die Marienhaus Unternehmensgruppe vor Jahren einen Servicevertrag geschlossen. Inzwischen sind weitere Ordensgemein- schaften dazugekommen. „Wir unterstützen jede ganz individuell“, so Sabine Holl. „Wenn gewünscht, bieten wir ihnen das gesamte Rundum-Sorglos-Paket an“. Dazu gehört dann neben der Finanzbuchhaltung auch die Verwaltung. „In diesem Fall haben wir auch Kontovollmachten. Wir bezahlen Rechnungen, halten Kontakt zu Lieferanten, zur Sozial- und Rentenkasse, beantragen Beihilfen und kümmern uns um Mietver- hältnisse“, beschreibt sie einen Teil des Leis- tungsumfangs. Inzwischen betreut das Rechnungswesen die Körperschaft des öffentlichen Rechts (KöR) der Ursulinen zu Köln, die Föderation der deutschsprachigenUrsulinen (KöR), das Soli- darwerk der katholischen Orden, die Kinder- und Jugendhilfe Hollenberg GmbH sowie einige Vereine und Stiftungen wie die Wald- breitbacher Hospiz-Stiftung und die Franzis- kus Umweltstiftung. Die Arbeit für die Ordensgemeinschaften und Stiftungenmacht Sabine Holl und ihremTeam sichtlich Freude. „Es ist einfach ein schönes Miteinander“, sagt sie. „Und wir bekommen ganz viel von den Ordensleuten zurück.“ Denn diese seien dank- bar und sehr zufriedenmit der Unterstützung, die sie in Waldbreitbach erhalten. Das Rechnungswesen der Marienhaus Stiftung bietet unterschiedlichen Ordensgemein- schaften, Stiftungen und Vereinen individuelle Hilfe bei der Buchhaltung und Verwaltung Pater Michael Baumbach von den Missionaren von der heiligen Familie Betzdorf freut sich, dass sich Sabine Holl, die Kaufmännische Direktorin des Waldbreitbacher Franziskanerinnen e.V. und Leiterin des Rechnungs- wesens der Marienhaus Stiftung, um die Buchhaltung seiner Ordensge- meinschaft kümmert. Foto: as

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