HORIZONT
5 bereits verschiedene Aktionen gestartet. Leh- rerinnen und Lehrer bitten vor Ort in Super- märkten um Lebensmittel und in Kaufhäu- sern um Material für Schutzmasken, die sie dann selbst nähen. Andere stellen Seife her. Zusammen mit ihren Musiklehrern geben einzelne Kinder der Band täglich kleine Stra- ßenkonzerte, um Geld zu sammeln. Den- noch reicht das nicht, um die 425 Kinder und ihre Familien während dieser Zeit auch nur notdürftig zu versorgen und die Zukunft des Projektes Madre Rosa zu sichern. Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen bit- ten deshalb um Spenden, um den Kindern und ihren Familien in dieser schweren Zeit helfen zu können. Ephemie Tossou interessiert sich für ein Leben als Waldbreitbacher Franziskanerin – wegen der Corona-Pandemie kann sie derzeit nicht nach Deutschland einreisen „Wir hängen imMoment einfach in der Luft und müssen abwarten“ Waldbreitbach (as). Eigentlich hätte Ephemie Tossou Ende Juni nach Deutschland kom- men sollen. Die junge Frau aus dem Benin interessiert sich für ein Leben als Waldbreit- bacher Franziskanerin. 2014 war sie schon einmal für mehrere Wochen in Deutschland und lebte in verschiedenen Schwesterngrup- pen, um die Ordensgemeinschaft kennenzu- lernen. „Damals hatte sie sich jedoch ent- schieden, in ihr Heimatland zurückzukeh- ren“, sagt Schwester M. Michaele Rohde. Allerdings sei der Kontakt zu denWaldbreit- bacher Franziskanerinnen nie abgebrochen, so die Generalrätin, die in der Kongregation für die gesamte Ordensausbildung zuständig ist. Als sie und Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar im Februar im Benin waren, um die Familien von Schwester M. Diane Tobossi und Schwester M. Auréole Agossa kennenzulernen, führten sie mit Eph- emie Tossou intensive Gespräche. „Sie kann sich inzwischen gut vorstellen, in unsere Gemeinschaft einzutreten“, so Schwester Michaele. Die Corona-Pandemie hat diese Pläne jedoch erst einmal durchkreuzt. Der- zeit gebe es keine Einreisemöglichkeiten aus Afrika. „Deshalb haben wir schweren Her- zens entschieden, dass Ephemie erst im Sep- tember kommt“, bedauert sie. Wäre alles nach Plan gelaufen, dann hätte die junge Frau ab Juli bei einer deutschen Familie gelebt und einen Deutschkurs belegt. „Statt- dessen suchen wir jetzt einen Ort, an dem Ephemie, wenn sie im September kommen darf, die dann sicher immer noch vorgeschrie- bene Quarantäne verbringen kann“, so Schwes- ter Michaele. Begleitet würde sie in diesen 14 Tagen von Schwester Auréole, damit sie die Isolation nicht völlig allein in dem für sie frem- den Land verbringen muss. „Wir hängen im Moment einfach in der Luft und müssen abwarten, was die nächsten Wochen und Monate bringen“, sagt Schwester Michaele. Das betrifftauch denBesuch der drei weiteren jungen Frauen aus dem Benin, die schon lange mit den Waldbreitbacher Franzis- kanerinnen in Kontakt stehen und sich für das Ordensleben interessieren. SiewollenEnde Sep- tember anlässlich der Feier der Ewigen Profess von Schwester Diane nach Deutschland kom- men. „Es ist zur Zeit leider völlig offen, ob das möglich sein wird“, so Schwester Michaele. Spendenkonto: Waldbreitbacher Franzskanerinnen e.V. IBAN DE27 5745 0120 0002 0015 01 BIC MALADE51NWD Sparkasse Neuwied Kennwort: CORONA Ephemie Tossou interessiert sich für ein Leben als Waldbreitbacher Franziskanerin. Foto: red
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