HORIZONT - page 3

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Waldbreitbach.
Die Vigil, die Weihbischof
Jörg Michael Peters im Rahmen seiner Visita-
tion mit den Ordensleuten und den Ruhe-
standsgeistlichen aus dem Dekanat Rhein-
Wied am 3. Sonntag im Juni in der Mutter-
hauskirche der Waldbreitbacher Franziskane-
rinnen feierte, stand ganz im Zeichen von
Mutter Rosa; denn sie fand statt am Vorabend
des Gedenktages der Ordensgründerin der
Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Dieser
wird seit ihrer Seligsprechung imMai 2008 all-
jährlich am 19. Juni gefeiert. Die jungen
Schwestern der Gemeinschaft stellten dabei
die Ordensgelübde – den Gehorsam, die Ar-
mut und die ehelose Keuschheit – in den Mit-
telpunkt und erläuterten, wieMutter Rosa die-
se verstanden und mit Leben erfüllt habe.
kann ich leben, was Gott in mir angelegt hat.
Dafür, so Richard Baus weiter, müsse man
nicht im Rampenlicht stehen. Wir Men-
schen seien das Licht der Welt und hätten
damit die Kraft, in dem, was wir tun, „Gottes
Licht durchscheinen zu lassen“.
Schwester Ehrenfrieda, Schwester Elfriede,
Schwester Idmara und Schwester Gottharda
Mutter Rosa sei der drohenden Spaltung ihrer
Gemeinschaft zum Trotz dieser treu geblieben
(Gehorsam), habe schlicht und einfach unter
den Menschen gewirkt (Armut) und habe die
Fruchtbarkeit der Liebe, die sich in der Zu-
wendung zu den Menschen manifestiert, ge-
lebt (ehelose Keuschheit).
Die Frage, wie Mutter Rosa ihr von vielen Hö-
hen und mindestens ebenso vielen Tiefen ge-
prägtes Leben durchhalten konnte, lässt sich
nach den Worten von Weihbischof Jörg Mi-
chael Peters nur durch ihre große Liebesfä-
higkeit beantworten. Diese wiederum sei ein-
gebettet in die „unermessliche Liebe, mit der
sich Gott an uns bindet“.
seien ihrer Berufung treu geblieben und hät-
ten überall dort, wo sie gewirkt haben, rei-
che Frucht gebracht. Weil Berufung, so Ri-
chard Baus, ein Geschenk sei und allein von
Gott komme, gäbe es allerdings auch kein
Pensionsalter. – Wünschen wir den Jubila-
rinnen (aber nicht nur ihnen allein) viele
weitere Jahre, damit sie ihrer Berufung wei-
ter folgen können…
Mutter Rosa besaß eine
große Liebesfähigkeit
Gruppenbild mit Weihbischof: Schwester Simone-Maria Fengler, Schwester M. Diane Tobossi, Weihbischof
Jörg Michael Peters, Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar, Schwester Marina Buding und Schwester
Dorothea-Maria Slabschie (von links).
Foto: hf
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