4
Hermeskeil.
Fürwahr, es war ein seltenes
Fest, zu dem sich Ende Mai im Hochwald-
Altenzentrum St. Klara eine große Gottes-
dienstgemeinde versammelt hatte. Schwester
M. Philomena Brill, die seit dem 10. Februar
1998 (das Datum kommt wie aus der Pistole
geschossen) hier in Hermeskeil lebt und ar-
beitet, feierte ihr Eisernes Ordensjubiläum.
Vor 65 Jahren hatte sie ihre Erste Profess ge-
feiert und sich damit auf Lebenszeit an Gott
Sie ist „ein Segen für unser Haus“
Schwester M. Philomena Brill feierte Ende Mai ihr Eisernes Ordensjubiläum
Waldbreitbach (fs).
Die Franziskaner-Orden
gehören zu Waldbreitbach wie ein Sattel zum
Fahrrad. Und das sollte man Ende Mai auch
ganz eindeutig sehen können: Bei der Aktion
„Wied(er) ins Tal“ – dem Tag, an dem die
Hauptstraße durch das Wiedtal für Autofah-
rer gesperrt und allein Radfahrern, Inlineska-
tern und Spaziergängern vorbehalten ist –
warendieWaldbreitbacherFranziskanerinnen
gemeinsam mit den Franziskanerbrüdern
vom Heiligen Kreuz aus Hausen im Wald-
breitbacher Ortskern mit einem Stand vertre-
ten. „Es ist uns wichtig, in der Gemeinde prä-
sent zu sein“, erklärte Schwester Jutta Maria
Musker vom Generalrat der Franziskanerin-
nen die Beteiligung an der Aktion, „die Men-
schen sollen wissen, dass wir für sie jederzeit
ansprechbar sind“.
Dazu war reichlich Gelegenheit: Bei bestem
Wetter nutzten zahlreiche Menschen die
Chance, das Wiedtal einmal ohne Auto zu er-
kunden – und manche entdeckten dabei auch
erstmals die Franziskanerschwestern und
-brüder. „Unter den Besuchern unseres Stan-
des waren aber auch viele bekannte Gesich-
ter“, so Bruder Ulrich Schmitz. Der General-
obere der Hausener Brüder freute sich, mit
ihnen bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas
Wasser ins Gespräch zu kommen. Bevor sie
sich wieder auf den Weg machten, schenkten
ihnen die Ordensleute und ihre Helferinnen
noch einen „Segen zumMitnehmen“, also eine
kleine Postkarte mit einem franziskanischen
Segensgruß. Und wer die Ordensgemein-
schaften noch besser kennenlernen wollte,
fand darauf auch eine Karte mit den Adressen
der beiden Mutterhäuser, der Kreuzkapelle
(dem Gründungsort beider Orden) sowie von
Kloster Ehrenstein. Auch diese Begegnungs-
stätte, die von einer Waldbreitbacher Franzis-
kanerin geleitet wird, hatte beim autofreien
Wiedtal ihre Tore geöffnet.
Waldbreitbacher Franziskaner-Orden
kamen „Wied(er) ins Tal“
Schwester Jutta Maria Musker (2. von rechts) und Bruder Ulrich Schmitz
(Mitte) freuten sich, beim autofreien Wiedtal mit Radfahrern und Spa-
ziergängern ins Gespräch zu kommen.
Foto: fs
und die Gemeinschaft der Waldbreitbacher
Franziskanerinnen gebunden. Im Gottes-
dienst erneuerte sie ihre Gelübde und ver-
sprach, weiterhin schlicht und einfach unter
den Menschen zu leben.
Gott zu danken, dass er Schwester Philomena
in seine Nachfolge gerufen und mit vielen Ta-
lenten gesegnet hat, die sie seit nunmehr
knapp 20 Jahren in Hermeskeil einbringt,