horizont

5 Mit neun Jahren war Schwester Dorothea- Maria Slabschie das erste Mal fasziniert von einer Ordensfrau. „Ich wurde im Kranken- haus von ihr gepflegt“, erinnert sie sich an eine sehr aufgeschlossene und zugewandte Frau. „Das ist es“, traf sie kindlich-naiv ihre Berufswahl. Ihre Familie lebte in der DDR, war aber religiös geprägt. „Allerdings wurde ich nicht getauft“, erklärt sie. Sie sollte sich erst als Erwachsene dafür oder dagegen ent- scheiden. Dennoch zog es sie regelmäßig in den Gottesdienst. Als sie ihre Berufsausbil- dung beendet hatte, empfing sie die Taufe. „Dann erinnerte ich mich auch wieder an die Sehnsucht nach einem ganz anderen Lebensweg“, sagt sie. In Osnabrück wurde sie Postulantin in der Ordensgemeinschaft ihrer geistlichen Begleiterin, trat später aber wieder aus. „Ich fühlte, dass mich mein Weg ins Ordensleben führt, war aber enttäuscht, dass es in dieser Gemeinschaft doch anders zu sein schien“, denkt sie zurück. In dieser Phase hielt sie Kontakt zu denWaldbreitbacher Franziskanerinnen, die sie in einem Kurs kennengelernt hatte. Drei Jahre setzte sie sich intensiv mit ihrer Sehnsucht nach einem Leben im Orden auseinander, die nie abge- brochen war. Aktiv besuchte sie verschiedene andere Orden, kehrte aber immer kritisch gestimmt zurück. Nur nach Besuchen in Waldbreitbach fühlte sie sich stets froh und ausgeglichen. „Das Gefühl auf dem Berg stimmte einfach – amEnde ist es dannMutter Rosa geworden“, ist Schwester Dorothea- Maria froh, Waldbreitbacher Franziskanerin zu sein. Schwester Dorothea-Maria Slabschie Das Novizitat ist jetzt in Neustadt Waldbreitbach/Neustadt an derWeinstraße (as). Im Herbst letzten Jahres hat die Ordensleitung den Konvent am Marienhaus Klinikum Het- zelstift inNeustadt an derWeinstraße zumNo- viziatshaus ernannt. Hier wohnt Novizin Schwester Simone-Maria Fengler, die sich seit anderthalb Jahre auf ihr Leben als Ordensfrau vorbereitet. Hat sie ihr erstes Noviziatsjahr im Haus Emmaus auf dem Waldbreitbacher Klosterberg verbracht, so zog die examinierte Altenpflegerin vor einigen Monaten in den Konvent nach Neustadt an der Weinstraße, dem Schwester M. Renatis Krass, Schwester M. Eli- sabeth Willecke und Schwester M. Andrea Hinkelmann angehören. Sie arbeitet imMarien- haus Klinikum Hetzelstift im Sozialen Dienst und unterstützt die Servicekräfte auf den Stationen, wenn Not am Mann ist. Auch wenn Schwester Simone-Maria jetzt in Neustadt lebt, wird sie weiterhin von Schwester M. Michaele Rohde begleitet, die für die Ausbildung der Novizinnen zuständig ist. Regelmäßig kommt Schwester Michaele nach Neustadt und lebt einige Tage mit imKonvent. In dieser Zeit führt sieGesprächemit Schwester Simone-Maria und unterstützt sie auf dem Weg in die Gemeinschaft. Foto: red Foto: Kim Jüsten

RkJQdWJsaXNoZXIy MzUyNzc=