HORIZONT
3 Schwester M. Renata Ehlert ist im St. Franziskus Seniorenzentrum Sankt Augustin für die Menschen da „Die Menschen liegen mir sehr am Herzen“ Siegburg/St. Augustin (as). Schwester M. Renata Ehlert ist Seelsorgerin mit Leib und Seele. Seit 17 Jahren begleitet sie Menschen und ist ihnen Gesprächspartnerin. Neun Jahre war sie im Franziskus-Hospiz Hoch- dahl, „diese Arbeit habe ich geliebt“, so die 78-jährige Waldbreitbacher Franziskanerin. Hier habe sie viele intensive Gespräche mit den Schwerstkranken und Sterbenden geführt. Mit 70 Jahren beendete sie ihren Dienst imHospiz, „denn ich wollte noch ein- mal etwas Neues beginnen“, sagt sie. Die damalige Generaloberin Schwester M. Basina Kloos machte ihr das Angebot, die Seelsorge im St. Franziskus Seniorenzentrum in Sankt Augustin zu übernehmen. Schwester Renata sagte zu und betreut seit inzwischen acht Jahren die 133 Bewohnerinnen und Bewoh- ner des Hauses. Darüber hinaus hat sie auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Sie ist überall imHaus gern gesehen“, sagen Einrichtungsleiterin Christine Brendebach und Pflegedienstleiterin Irina Schreiner. Wenn man Schwester Renata auf dem Flur begegne, frage sie immer ‚Wie geht es Ihnen?‘. Und dabei spüre man, dass sie die Frage wirklich ernst meint und amGegenüber inte- ressiert ist. „Jeder in unserem Haus weiß, dass sie Zeit hat für die Menschen. Die Bewohner und wir Mitarbeiter können das Herz bei ihr ausschütten und sie hört zu“, so Christine Brendebach. Wenn Schwester Renata nicht im Haus ist, weil sie beispiels- weise Urlaub hat, fragen die Bewohnerinnen und Bewohner schon nach wenigen Tagen nach ihr, denn sie vermissen sie. „Mit ihr sprechen sie über ganz andere The- men als mit uns Pflegekräften“, so die Erfah- rung von Irina Schreiner. Da gehe es um Probleme mit den Kindern oder Enkelkin- dern, die sie bedrücken, umGlaubensfragen, um das Thema Sterben oder Sorgen um Familienangehörige. „Sie wissen, dass alles, was sie mir anvertrauen, gut bei mir aufge- hoben ist, denn ich unterliege der Schweige- pflicht“, sagt Schwester Renata. Sie hat eine Ausbildung zur Krankenhaus-Seelsorgerin absolviert und sich im Bereich der pastoralen Begleitung älterer Menschen weitergebildet. Darüber hinaus begleitet sie,wennes gewünscht wird, sterbende BewohnerinnenundBewohner in den letztenTagen und Stunden ihres Lebens. „Dafür können mich die Mitarbeiterinnen rund um die Uhr erreichen“, sagt sie. „Ich komme dann umgehend insHaus, wenn nötig auch nachts und anWochenenden.“ Ansonsten ist Schwester Renata regelmäßig an vier Tagen inderWoche imSt. Franziskus Seni- orenzentrumundbesucht dann jede Bewohne- rin und jeden Bewohner. Viele freuen sich sehr darauf, denn sie genießendieGesprächemit ihr. Für viele Bewohner waren die drei Monate, in denen das Haus wegen der Corona-Pandemie für Besucherinnen und Besucher und damit auch für Schwester Renata geschlossen war, eine schwierige Zeit. Auch jetzt ist noch lange Seelsorgerin Schwester M. Renata Ehlert besucht die Bewohner des St. Franziskus Seniorenzentrums in Sankt Augustin. Foto: as
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