HORIZONT

5 ziskanischen Frauenorden zusammenge- stellt, sie abtelefoniert und um Zusendung von Infomaterial gebeten“, erzählt sie lachend. Immerhin drei Gemeinschaften meldeten sich zurück – darunter die Waldbreitbacher Franziskanerinnen. 2002 besuchte sie erst- mals den Klosterberg und fühlte sich hier direkt wohl. Kurz darauf folgten mit Kandidatur und Pos- tulat die ersten Schritte auf dem Weg ins Ordensleben. Schwester Marina entschied sich dann aber doch erstmal anders. „Ich war noch nicht so weit und brauchte noch etwas Zeit für mich, um einige Dinge zu klären“, sagt sie. Es folgte eine Ausbildung zur Alten- pflegerin in Hamburg – die dritte übrigens, denn Schwester Marina hatte zuvor bereits eine Lehre zur Bäckerin und im Anschluss daran eine zur Konditorin absolviert. Wäh- rend der Zeit an der Elbe sei die Entscheidung für ein Leben im Orden dann endgültig gefallen, wie sie sagt. 2008 begann sie erneut mit Kandidatur und Postulat. Ein Jahr später trat sie ins Noviziat ein. Es folgten Tätigkeiten in Seniorenein- richtungen in Neuwied, Bad Breisig, Dillin- gen und Trier. Für Schwester Marina eine bereichernde Zeit, in der sie verschiedene Konvente und Schwesterngruppen kennen- gelernt und viel über den Orden gelernt hat. Das ist übrigens auch ein Aspekt, den sie an ihrer Arbeit in Hausen so schätzt. „Ich finde es sehr interessant, wenn meine älteren Mit- schwestern über ihr früheres Leben und unseren Orden erzählen. Da kann ich mir viel von mitnehmen.“ Die Tätigkeit imMar- garetha-Flesch-Haus gebe ihr viel zurück. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn unsere Bewohner sagen, dass sie einen guten Tag mit meinen Kolleginnen und Kollegen und mir hatten“, sagt sie. Und davon dürfte es wohl viele geben, die Senioren finden es nämlich sehr schön, dass sich vor Ort noch Ordensschwes- tern um sie kümmern... Waldbreitbach. Auch wenn die Waldbreitba- cher Franziskanerinnen Ende 2011 ihre Ein- richtungen in die Marienhaus Stiftung über- führt haben, so besteht die Verbindung und Verbundenheit zwischen Orden und vielen Menschen, die in den vormals ordenseigenen Einrichtungen arbeiten, fort. Ein wichtiger Anknüpfungspunkt sind dabei natürlich die Krankenhausoberinnen. Sie treffen sich seit 2013 regelmäßigmit Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar (2. von rechts) zur geistli- chenWegbegleitung. Aus diesemKreis verab- schiedete sichHildegardMarx (Bildmitte), die Oberin des Marienkrankenhauses in St. Wen- del, Ende September. Hildegard Marx ist in den Ruhestand gegangen. Aus dem Kreis der Oberinnen verabschiedet Foto: hf

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